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Fertig, Feuer, Los!

18.05.2016

FLAMMENDES INFERNO Die Outdoor-Küche, wo sich Männer wohlfühlen.

extBRANDHEISS
Was machen richtige Männer an heissen Sommertagen? Sie spielen mit dem Feuer! Die BBQ-Saison ist längst eröffnet. Wer bis jetzt noch kein Held am Grill ist, der hat zum Glück noch etwas Zeit ein echter Kerl zu werden.

Und wenns zum Start auch nur die Bratwurst wird – Frauen stehen auf Männer mit Feuer unterm Hintern!

Wer annimmt in Männern stecke die reine Fleischeslust, sei eines besseren belehrt. Bei meinem Besuch bei zwei zertifizierten Grilltrainern entdecke ich neben Fleisch und Fisch der besten Güteklasse, was sonst noch so am heissen Rost landet.

Es duftet. Nach Wurst, nach Speck, nach Gewürzen.
Das Wasser läuft mir im Mund zusammen. Ich bin im Grillimperium gelandet!

Ein Haufen verrückter Grillfanaten, die sich gegenseitig bekochen. Das klingt nach dem Traum jeder Frau!

Eine Hütte, ein Fischteich, gefühlte 50 Gerätschaften zum Brutzeln, Garen, Rösten, Backen und ich mitten drin. Hier trifft sich dieses Mal die Grillelite aus dem deutschsprachigen Drei-Länder-Eck um tagelang den Griller einzuheizen und schmackhaftes zu zaubern. Kaum Platz genommen, werde ich versorgt. Natürlich zuerst mit kühlem Bier und dann kleinen Appetit-Happen zum Magen anregen. Alles selbst gemacht, aus Männerhand! Datteln mit Schafskäse und Speck umwickelt, Garnelenspiesse, Krabbenbällchen (natürlich selbst gefangen in Norwegen) und Faschiertes vom Galloway-Rind. Offensichtlich findet man Haubenküche tatsächlich nicht nur im Sternehotel. Ich bin begeistert und die Stimmung aller Anwesenden ist unbeschreiblich.

Jeder ist Feuer und Flamme für sein Hobby und voller Stolz zeigt man mir weitere Schätze aus der Küche, die in den kommenden Tagen gar gemacht werden. Neben Dinorips, mit soviel Fleisch an den Rippen wie ich noch nie gesehen habe und einem ansehnlichen Iberico-Stück, fällt mein Blick auf den ganzen Schweinekopf. Dieser wird mal eben, dieser Tage so nebenbei, im „Smoker“ über viele Stunden geräuchert. Plötzlich beginnt eine brandheisse Dutch-Oven-Diskussion und jeder zeigt sein bestes Stück – Gusseisen natürlich. In diesem dickwandigen Kochtopf, welcher mit heissen Kohlen bestückt wird, machen die Jungs gerne Mal Schichtfleisch (um Himmels willen, so etwas habe ich selbst als Frau noch nie gemacht!) und es ist auch ideal für Beilagen. Von Süss-speisen bis Kartoffelgratin. Süssspeisen? Ich frage nochmals nach. Offensichtlich stecken in unseren Grillmeistern auch kleine Zuckerbäcker und wie sich später herausstellt auch noch Bäckermeister. Denn neben allerlei Kuchen, wird natürlich auch das Brot selber gebacken.

Zum Drüberstreuen gibt’s noch schnell eine handmade-Pizza, bevor Bison, Kamerunschaf und Beef-Brisket mit Dry-Rubs gewürzt werden.

Und während nun alles so vor sich hin garte, konnte ich noch ein paar brandheisse Grill-Regeln abstauben:

GUCK MAL EIN REGENBOGEN!
Wir sagen nur, Hände weg von Neonfleisch. Einfach alles frisch auf den Tisch oder eben auf den Grillrost. Bei so schön schillerndem fertig marinierten Fleisch, kann man nie sicher sein, in welchem Aggregatszustand sich das eigentliche Ursprungsprodukt noch befindet. Fleisch kauft man am besten im Ganzen und zerlegt es ordentlich in grillgerechte Teile.

DER UNKOMPLIZIERTE FINGERDRUCK-FLEISCH- FRISCHE-TEST:
Mulde bleibt eine Weile ► YEAH BABY-Qualität
Springt schnell in die Ursprungsform ► ROOKIE-Qualität
Generell zu weich ► OLD Lady

GOT FIRE?
Ja wir warten immer auf die richtige Hitze! Grillen hat nun mal nichts mit Fast Food zu tun. Wer grillt, braucht Zeit und sollte unbedingt auf die optimale Betriebstemperatur warten. Nichts peinli-cher als ein perfektes Steak in lauwarmer Umgebung „zu Tode“ zu wenden. Immerhin, um den Verlust des guten Fleisches zu verschmerzen, kann man sich jedenfalls noch in geselliger Lagerfeuer-Manier rund um den perfekt-glühenden Griller setzen und Stimmungs-Lieder trällern. Für das Entfachen der Grillkohlen hat sich ein Anzündekamin bewährt. Meist ist nach 25 Minuten die Kohle optimal für eine gleichmässige Glut. Ein sehr guter Indikator ist auch immer eine weisse Ascheschicht auf den Briketts.

Auch wenn die Action-Heros unter uns gern mit dem Feuer spielen. Hände weg von Benzin, Spiritus, Terpentin und sonstigen Brennstoffen. Wer lieber mit Holz grillt, sollte darauf achten keine Weichhölzer zu verwenden. Ausser man ist Indianer und möchte auch der lieben Nachbargemeinde mitteilen, dass heute eine Gartenparty steigt.

DER ULTIMATIVE UND FÜR JEDERMANN
GEEIGNETE HANDPROBE-GRILLTEMPERATUR SCHMERZBAROMETER:
Hand etwa 10 cm über den Kohlen halten und zählen bis es weh tut:
1-4 Sekunden ► HELL YEAH-Hitze!
5-7 Sekunden ► HOLY MOLY-Hitze!
8-9 Sekunden ► CHILL OUT-Hitze!

BURN BABY BURN – NUR KEINE LÖSCHVERSUCHE
Klar, wer hat nicht das klassische Bild des Grillmeisters im Kopf. Zange in der Rechten, Bier in der Linken. Bei diesen frontalen Hitzewellen nur zu verständlich das etwas Kühles auch gute Abkühlung bringt.

Doch am besten löscht es immer noch den Durst und nicht unser Grillgut. Also völlig überflüssig das flüssige Gold zu verschwenden, denn einen anderen Geschmack erhält man höchstens von der aufwirbelnden Grillkohleasche die sich nun, auf die von der Würze abgewaschenen Fleischstücke, verteilt. Prost-Mahlzeit!

THE PERFECT STEAK
Der beste Freund des Brandmeisters – der Fleischer des Vertrauens. Nur dort findet man die beste Frische und Qualität. Generell gilt, je feiner marmoriert das Fleisch, desto besser im Geschmack. Und mindestens 3 Wochen gereift! Das bekommt man schon mal nicht im Supermarkt. Das perfekte Steak ist übrigens idealerweise mindestens 4 cm hoch. Vor seiner Feuertaufe, lassen wir das gute Stück Zimmertemperatur annehmen und dann wird gegrillt – etwa 4 Minuten auf jeder Seite und weitere 10 Minuten ruhen lassen.

Dazwischen stechen, piksen oder schneiden wir aber nicht auf dem göttlichen Teil herum, sondern verwenden brav unsere Zange und lassen all die schmackhaften Säfte dort, wo sie hingehören. Wer kein Einsteckthermometer hat (optimale Kerntemperatur sind etwa 58 Grad), für den haben wir wieder einen brennenden Garzeitpunkt-Messtest:

Man nehme des Grillens bestes Utensil, die Finger und drücke und fühle!

DER UNGLAUBLICH EINFACHSTE GAUMENFREUDEN-GARZEITPUNKT-TRICK:
BLOODY Rare ► fühlt sich an als würde ich auf meinen weichen Handballen drücken
HELL YES! Medium ► Daumen und Mittelfinger zusammen halten und erneut auf den Handballen drücken
DUH! Well done ► Daumen und den Ringfinger zusammen und nochmals den Handballen drücken

DER KRÖNENDE ABSCHLUSS: GROBES SALZ & FRISCHER PFEFFER!
Na dann „en Guete“ und viel Erfolg als angehender Feuerteufel!

Danke nochmals den Jungs von Crazy Flames Grillschule Martin Schneider und Thomas Wieser.

Text: Dodi Moser
Fotografie: Rudi Kremaier, Crazy Flames

 

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